Global Player unterstützt lokale Wirtschaft
Die deutsche Tochter des Softwarekonzerns Microsoft engagiert sich beim Unterschleißheimer Vorteilsnetz, einem Private-Public-Partnership-Projekt zur lokalen Wirtschaftsförderung.
Hört man den Namen Microsoft, so denkt man eher an den Weltmarkt für Computersoftware, als an lokale Einzelhandelsgeschäfte, Dienstleister und Handwerksbetriebe in Deutschland. Doch seit dem 13. September 2007 bringt man in der Stadt Unterschleißheim bei München, Microsoft genau damit in Verbindung. Seit diesem Datum gibt die Microsoft GmbH für ihre über 2.000 Mitarbeiter am Firmensitz in Unterschleißheim eine Microsoft-Vorteilskarte aus, und unterstützt damit das Private Public Partnership Projekt „Unterschleißheimer Vorteilsnetz“, das Ende 2004 von der Innovative Community Unterschleißheim (ICU) und der bwe loyalty solutions GmbH ins Leben gerufen wurde, um die lokale Wirtschaft zu fördern. Die Microsoft-Vorteilskarte berechtigt die Mitarbeiter von Microsoft dazu, bei allen Partnerbetrieben, die sich dem Unterschleißheimer Vorteilsnetz angeschlossen haben, Einkaufsvorteile in Form von „Geld zurück“ zu nutzen. „Geld zurück“ ist die Besonderheit beim Unterschleißheimer Vorteilsnetz, die das System zur lokalen Wirtschaftsförderung für die Bürger und Bürgerinnen so attraktiv macht. Bei Vorlage ihrer Vorteilskarte erhalten die Kunden bei jedem Einkauf bei einem der über 80 Partnerbetriebe einen bestimmten Prozentsatz ihres Rechnungsbetrags auf ihr persönliches Vorteilskonto gut geschrieben. Internet-Nutzer bestimmen über ihr persönliches bwe.Portal selbst, zu welchem Zeitpunkt sie das Guthaben auf Ihrem Vorteilkonto auf ihr Bankkonto überweisen möchten, bei allen, die keinen Internet-Zugang haben, wird das Guthaben automatisiert überwiesen. Die Vorteilskarten wurden bisher durch die Betreibergesellschaft des Unterschleißheimer Vorteilsnetzes, die bwe loyalty solutions GmbH, und die teilnehmenden Partnerbetriebe an ihre Kunden ausgegeben. Was das Großunternehmen Microsoft zur Ausgabe einer eigenen Karte an seine Mitarbeiter motiviert hat, fasst Michael Silbermann, Direktor Finanzen und Verwaltung bei Microsoft, folgendermaßen zusammen: „Die Microsoft GmbH in Unterschleißheim hat schon lange ein flexibles Arbeitszeitmodell eingeführt. In Kombination mit der Microsoft-Vorteilskarte wird damit für unsere Mitarbeiter das Einkaufen vor Ort jetzt noch attraktiver! Durch die Ausgabe einer eigenen Vorteilskarte möchten wir unsere Mitarbeiter finanziell unterstützen und gleichzeitig auch die Bindung zum Microsoft-Standort Unterschleißheim verstärken“. Von diesem Engagement profitieren natürlich nicht nur die Mitarbeiter von Microsoft Deutschland, sondern auch das Unterschleißheimer Vorteilsnetz mit seinen angeschlossenen Geschäften, Handwerkern und Dienstleistern, denen jetzt viele Neukunden aus dem Hause Microsoft zugeführt werden. Deshalb gab es auch gleich einen Willkommensgruß für die Mitarbeiter von Microsoft: Mit der Aktion „Doppelt Geld zurück“ belohnten die Partnerbetriebe den jeweils ersten Einkauf mit der Microsoft-Vorteilskarte gleich mit dem doppelten Prozentsatz „Geld zurück“ auf das persönliche Vorteilskonto. Unterschleißheims Bürgermeister Rolf Zeitler begrüßte das Engagement von Microsoft für das Unterschleißheimer Vorteilsnetz ausdrücklich: „Dass die Vorteilskarte heute nicht nur von den Partnerbetrieben im Unterschleißheimer Vorteilsnetz an ihre Kunden, sondern auch von Großunternehmen wie der Microsoft GmbH an ihre Mitarbeiter ausgegeben wird, ist eine schöne Bestätigung für den Erfolg unseres Vorteilssystems!“ Und dass das Unterschleißheimer Vorteilsnetz ein gelungenes Konzept zur regionalen Wirtschaftsförderung ist, daran ließ Rolf Zeitler keinen Zweifel: „Das Vorteilsnetz ist ein optimales Konzept zur regionalen Wirtschaftsförderung, denn es bindet nicht nur die Kaufkraft der Einwohner, sondern macht die ansässigen Geschäfte und Dienstleister auch für am Ort Beschäftigte attraktiver – wie wir am Beispiel der Microsoft-Vorteilskarte sehen können“.
Unterschleißheimer Vorteilsnetz – drei Jahre erfolgreiche lokale Wirtschaftsförderung
Das Unterschleißheimer Vorteilsnetz wurde Ende 2004 als Private Public Partnership-Projekt von der ICU Unterschleißheim, der bwe loyalty solutions GmbH und dem ortsansässigen Verlag ins Leben gerufen, um die Kaufkraft von Bürgern und am Ort Beschäftigten in Unterschleißheim zu binden und dadurch die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Mittlerweile haben sich über 60 Geschäfte, Handwerker und Dienstleister dem Unterschleißheimer Vorteilsnetz als Partnerbetriebe angeschlossen. Die Stadt Unterschleißheim beteiligt sich mit dem Freizeitbad Aquariush und dem Kulturzentrum Forum ebenfalls als Partner im Vorteilsnetz. Auch bei den Unterschleißheimer Bürgern erfreut sich das Vorteilsnetz großer Beliebtheit: Über 50 Prozent der Unterschleißheimer Haushalte sind heute mit Vorteilskarten der angeschlossenen Partnerunternehmen ausgestattet und Mitglied im Unterschleißheimer Vorteilsnetz. Die durchschnittlichen Umsätze pro Karte und Jahr liegen bei 1.200,00 Euro. Hohe Umsatzsteigerungen zeigen sich bei den aktiven Partnerbetrieben, im Zeitraum 2005/2006 lagen diese ausnahmslos im zweistelligen Bereich. Dass die Unterschleißheimer Vorteilskarte nicht nur in der Brieftasche herumgetragen, sondern auch wirklich genutzt wird, zeigt sich auch daran, dass über 80 Prozent aller ab 2004 ausgegebenen Vorteilskarten aktuell aktiv eingesetzt werden. 2005 wurde das Unterschleißheimer Vorteilsnetz, als innovatives Konzept für lokale und regionale Wirtschaftsförderung, mit dem erstmalig verliehenen Stadtmarketing-Preis Bayern ausgezeichnet. Vom Direkt Marketing Magazin wurde es nach einer umfassenden Analyse verschiedener Kundenkartenmodelle in einem Artikel herausgestellt und als „Payback für die Kleinen“ bezeichnet.
Der Vorsprung bei Kundenbindung und Kundengewinnung: CRM-PLUSS
Von der bwe loyalty solutions GmbH, die das Unterschleißheimer Vorteilsnetz entwickelt hat und betreibt, kann das System unter dem Namen CRM-PLUSS jetzt auch als multiplizierbares Lizenzsystem zur regionalen Wirtschaftsförderung auf andere Städte und Regionen übertragen werden. Vor allem für örtliche Stadtwerke oder Regionalbanken ist das System in Hinblick auf bessere Kundenbindung und Kundengewinnung interessant. Für Städte und Gemeinden, die in erster Linie die Wirtschaftsförderung in ihrer Region im Blick haben, bedeutet die Einbindung eines starken Partners wie Stadtwerke oder Regionalbank, dass das regionale Vorteilsnetz als PPP-Projekt ohne große Investitionen umgesetzt werden kann. Und dass das „Payback-System für die Kleinen“ auch für große Partner attraktiv ist, zeigt das Beispiel der Microsoft GmbH in Unterschleißheim.
